Was bedeutet Naheinstellgrenze?

Makrofotos mit der Nikon D3200 und Einsteigertipps

– Was heißt Naheinstellgrenze? Was ist die Naheinstellgrenze) Was bedeutet Naheinstellgrenze? –

Insbesondere bei Makro-Objektiven wird sie aus gutem Grund stets angegeben. Denn sie ist eine der wichtigsten Eigenschaften von Makros: Die Naheinstellgrenze. Aber was heißt Naheinstellgrenze? Und wieso spielt dieser Wert eine so wichtig Rolle?

Die Naheinstellgrenze ist eine Eigenschaft von Objektiven (bei Kamerasystemen mit fest verbautem Objektiv, eine Eigenschaft der Kombination aus Kamera und Objektiv). Sie bezeichnet den Mindestabstand zwischen Motiv und Sensorebene (früher den Abstand zur Filmebene). Bei Makro-Objektiven wird die Naheinstellgrenze üblicherweise in Zentimetern oder Millimetern angegeben, bei ausgewiesenen Tele-Objektiven in Metern. Die Naheinstellgrenzen ist nicht die Distanz zwischen Motiv und Frontlinse des Objektivs.

Makro-Objektive erreichen bei Aufnahmen an der Naheinstellgrenzen ihren maximalen Abbildungsmaßstab (Was bedeutet Abbildungsmaßstab?(Erklärung folgt)). Nahlinsen können im Bereich der Makrofotografie die Naheinstellgrenze verkürzen.

Die Position den Sensors (früher die Position des Negativfilms) im Kameragehäuse ist durch folgendes Symbol auf der Oberseite der Kamera gekennzeichnet. Die mindestens notwendige Distanz zum Motiv wird ab dieser Markierung gemessen.

Bei Weitwinkelobjektiven hat die Naheinstellgrenze in der Regel eine untergeordnete Bedeutung, während sie, wie erwähnt, bei Makro- und mit Abstrichen bei Teleobjektiven ein zentrales Unterscheidungskriterium darstellt.

Was ist besser: eine lange oder kurze Naheinstellgrenze?

Die Frage, ob eine lange oder kurze Naheinstellgrenze besser ist, kann nicht pauschal für alle Objektive, genauer gesagt alle Objektivtypen, beantwortet werden.

Bei Makro-Objektiven ist – bei identischem Abbildungsmaßstab! – eine längere Naheinstellgrenze wünschenswert, da man für die maximale Vergrößerung weniger nah ans Motiv muss. Eine große Naheinstellgrenze erleichtert bei Makros beispielswiese das Fotografieren von Tieren.

Anders sieht es unter Umständen bei ausgewiesenen Teleobjektiven aus, die, anders als Makro-Objektive, nicht auf kurze Entfernungen optimiert sind (fast alle Makros können aufgrund ihrer Brennweite als Teleobjektive angesehen werden). Dort ist eine kurze Naheinstellgrenze wünschenswert, denn mit abnehmender Entfernung zum Motiv erhöht sich der Abbildungsmaßstab, das heißt, das Motiv wird größer abgebildet, je näher man ihm kommt.