Sportfotografie: Geeigente Objektive für Einsteiger

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Zum Thema Sportfotografie und dem Einstieg ins Aufnehmen von Sport findet man in den Weiten des WWW unzählige Guides, Tipps und Tricks. Solche gibt es an dieser Stelle nicht. Stattdessen dreht sich dieser Artikel um Objektive, für den Einstieg in die Sportfotografie meiner Ansicht geeignet sind. Je nach Anforderungen der Sportart, Ambitionen und nicht zuletzt Budget des Fotografen bieten sich verschiedene Möglichkeiten, die im Folgenden vorgestellt werden.

In Kürze
Sportfotografie erfordert hinsichtlich der Objektive in der Regel:
- Objektive mit großen Blendenöffnungen (aufgrund notwendig kurzer Belichtungszeiten)
- schnellen Autofokus
- (leichte) Tele-Brennweiten
Den besten Kompromiss bieten Telezoom-Objektive mit 70-200 Millimetern Brennweite und Offenblenden von f/2.8.

Top Preis/Leistung (neu): Tamron SP 70-200/2.8 Di VC USD (Nikon, Canon), Sigma 70-200/2.8 EX DG OS HSM (Nik, Can)
Top Leistung (neu): Nikon AF-S 70-200/2.8G ED VR II, Canon EF 70-200/2.8 L IS II USM
Geheimtipp für DX/APS-C (selten neu erhtl.): Sigma AF 50-150/2.8 EX DC OS HSM (für Canon)

Anforderungen

Der erste Schritt zur Entscheidung für ein Objektiv zum Einstieg in die Sportfotografie ist das Anforderungsprofil, das die Sportart vorgibt. Findet der Sport im Freien üblicherweise bei bestem Sonnenschein oder in einer schlecht beleuchteten Halle statt? Soll der fußballspielende Sohn in der Nachmittagssonne fotografiert werden oder die voltigierende Tochter in der düsteren Reithalle? Die Kollegen beim Badminton oder unterwegs auf der Outdoorkartbahn? Und wo kann – wo darf – ich mich als Fotograf überhaupt positionieren?

Eine dunkle Umgebung erfordert große maximale Blendenöffnungen. Schnelle Sportarten erfordern entsprechend schnellen und zuverlässigen Autofokus. Große Spielfelder oder Distanzen zu den Sportlern machen lange Brennweiten notwendig.
Den besten Kompromiss aus den genannten Eigenschaften stellen Telezoomobjektive mit einem Brennweitenbereich von 70-200 Millimetern und einer maximalen Offenblende von f/2.8 dar. Die Referenzobjektive im diesem Bereich folgen am Ende der Auflistung. Zunächst werden die für Einsteiger interessante und vergleichswiese günstige Objektive vorgestellt. Im Anschluss folgen Low Budget-Lösungen für Sport im Freien und Aufnahmen in der Halle.
Bildstabilisierung ist für Sportaufnahmen aufgrund der in der Regel extrem kurzen Belichtungszeiten nicht notwenig. Dennoch bringen inzwischen fast alle aktuelle Telezoomobjektive dieses Feature mit. Bei Nikon erkennbar durch die Bezeichnung VR (Vibration Reduction), Canon nennt es IS (Image Stabilizer), Sigma OS (Optical Stabilization) und Tamron hängt den Objektiven ein VC (Vibration Control) an.

TVG Underdogs gegen SV Dreieichenhain, 15. Juni 2014
Nikon D800, AF-S 70-200/2.8G IF-ED VR – f/2.8, 3200 ISO, 1/1600 Sekunde, 105 Millimeter

Neben dem Brennweitenbereich von 70-200 Millimetern und der Offenblende von f/2.8 haben die Objektive aller Hersteller eines gemeinsam: Sie sind mit einem Gewicht von etwa 1,5 Kilogramm und 20 Zentimetern Länge nicht gerade handlich. An kleineren Kameramodellen wie einer Nikon D3200 kann das zu gewöhnungsbedürftigem Handling führen – da hängt das Objektiv nicht mehr an der Kamera, sondern die Kamera am Objektiv.

Geeigente Telezoom-Objektive

+ + Tamron SP 70-200/2.8 Di VC USD (für Nikon F, Canon EF, Sony/Minolta A)
Das SP 70-200/2.8 Di VC USD ist Tamrons preisgünstige Antwort auf die Flaggschiffe von Nikon und Canon. Seit 2012 auf dem Markt, ist es nicht mit dem deutlich älteren Objektiv gleicher Brennweite zu verwechseln, das den Namenszusatz “MACRO” trägt. Im Punkt Preis-Leistungs-Verhältnis ist dieses Tamron-Objektiv zusammen mit dem folgenden Sigma-Objektiv sicherlich die erste Alternative zu den Topmodellen von Nikon und Canon, wenn es um den ambitionierten Einstieg in die Sportfotografie geht.
Das Objektiv ist sowohl für Nikon- als auch Canon- und Minolta/Sony-Bajonett erhältlich. Für letzteres allerdings ohne Bildstabiliserung – diese steckt bei Sony bereits in der Kamera.

+ + Sigma 70-200/2.8 EX DG OS HSM (für Nikon F, Canon EF, Sony/Minolta A)
Ähnlich preiswert wie Tamron bietet auch Sigma eine Alternative zu den Referenzen von Canon und Nikon an. Die Produktlinie von Sigmas 70-200-Zooms wurde zuletzt 2010 erneuert. In seiner aktuellen Version verfügt das Objektiv über Bildstabilisierung (OS).
Wie das Tamron-Objektiv, so ist auch das Sigma neben der Version mit Nikon-F-Mount auch für Canon und Minolta/Sony erhältlich. Lediglich OS-Version ist neu erhältlich. Nicht stabilisierte Vorgänger, deren optische Leistung nicht an die der aktuellen Version heranreicht, sind mit etwas Glück günstig(er) auf dem Gebrauchtmarkt zu finden.

+ + Sigma AF 50-150/2.8 EX DC HSM/HSM II (nicht mehr neu erhältlich) und AF 50-150/2.8 EX DC OS HSM
Insbesondere für Nutzer einer Kamera mit DX-/APS-C-Sensor wie Nikons D5300 bzw. Canons EOS 600D sind die Sigma 50-150-Objektive vielleicht der Geheimtipp. An DX/APS-C entspricht deren Bildwinkel dem eines Objektivs mit 75-225 Millimetern am Vollformat. Damit sind sie, zumindest was den Bildwinkel betrifft, für das Cropformat die einzig “echten Gegenstücke” zu den 70-200-Zooms.
Leider ist weder das Sigma AF 50-150/2.8 EX DC HSM noch dessen Nachfolger HSM II neu erhältlich (gebraucht ca. 230 bzw. 280 EUR, Stand: Oktober 2014). Lediglich die dritte Generation, das bildstabilisierte Sigma AF 50-150/2.8 EX DC OS HSM, ist vereinzelt als Neuware zu finden.

Spvgg Groß-Umstadt gegen SV Sickenhofen, 19. September 2014
Nikon D800, AF-S 70-200/2.8G IF-ED VR – f/2.8, 800 ISO, 1/2500 Sekunde, 120 Millimeter

+ + Nikon AF-S 70–200/2.8G IF-ED VR (nicht mehr neu erhältlich)
Das Vorgängermodell des VR II (siehe unten) ist nur noch gebraucht erhältlich. Optisch etwas schwächer als der Nachfolger ist es deutlich günstiger zu haben. Die häufig erwähnte deutliche Vignettierung des Objektivs bei Offenblende lässt sich problemlos in der Postproduktion beheben.
Der mit Abstand größte Teil aller auf dieser Website gezeigen Basketball- und Handballfotos entstand mit diesem Objektiv an einer Nikon D800.

+ + + Canon EF 70-200/2.8 L USM (nur für Canon EF)
Wie bei Nikon, so hat auch bei Canon das aktuelle Topmodell Vorgänger und Geschwister. Das EF 70-200/2.8 L USM ist gewissermaßen die kleine Schwester des “großen IS II”. Denn anders als die Referenz hat das EF 70-200/2.8 L USM keinen Bildstabilisator. Das spart zwar nur knapp 200 Gramm, aber einige hundert Euro.

+ Nikon AF-S 80-200/2.8D IF-ED (nicht mehr neu erhältlich)
Das Nikon AF-S 80-200/2.8D IF-ED ist das letzte in der Reihe der 80-200-Millimeter-Zoomobjektive. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen bringt es einen eigenen Autofokusmotor mit. Folglich ist es uneingeschränkt an allen Nikon-DSLR-Kameras nutzbar. Auf dem Gebrauchtmarkt wechselt das Objektiv üblicherweise für knapp 700 Euro den Besitzer (Stand: Oktober 2014). Neu ist es so gut wie nicht mehr erhältlich.

Tim Barbarski beim Meisterschaftslauf, 5. Juli 2014
Nikon D800, AF-S 70-200/2.8G IF-ED VR – f/5.6, 50 ISO, 1/80 Sekunde, 70 Millimeter

+ Nikon AF 80-200/2.8D ED N (nicht mehr neu erhältlich)
Das AF 80-200/2.8D ED N ist eines der Vorgängermodelle zum aktuellen 70-200/2.8 VR II. Das heute nur noch äußerst selten als Neuware erhältliche Drehzoom-Objektiv hat keinen eingebauten Autofokusmotor, das heißt an kleineren Kameras wie Nikon D3300 oder D5300 steht kein Autofokus zur Verfügung. Erst Kameras mit Stangenantrieb (ab D7000, D600) erlauben automatisches Scharfstellen. Der Gebrauchtpreis für das Nikon AF 80-200/2.8D ED N liegt bei gut 500 Euro (Stand: Oktober 2014).
Wiederum Vorgängermodelle AF 80-200/2.8D und AF 80-200/2.8D ED sind Schiebezoom-Objektive und liegen gebraucht bei etwa 250 bzw. 330 Euro.

+ + Canon EF 70-200/2.8 L IS USM (nicht mehr neu erhältlich)
Das EF 70-200/2.8 L IS USM ist der unmittelbare Vorgänger des IS II und Pendant des Nikon AF-S 70–200/2.8G IF-ED VR. Wie das Nikon so ist auch dieses Canon-Objektiv nur noch gebraucht erhältlich. Der Preis liegt im Oktober 2014 bei etwa 1000 Euro.

Best of Handball 3. Liga 2013/14
Nikon D800, AF-S 70-200/2.8G IF-ED VR – f/2.8, 3200 ISO, 1/1000 Sekunde, 78 Millimeter

Die Platzhirsche unter den 70-200/2.8-Zooms

+ + + Nikon AF-S 70-200/2.8G ED VR II (nur für Nikon F)
Nikons AF-S 70-200/2.8G VR II ist die Referenz in der Kategorie der Telezoomobjektive mit Brennweiten von 70-200 Millimetern an Nikons F-Mount. Schneller, zuverlässiger Autofokus und hervorragende optische Leistung haben mit etwa 2000 Euro allerdings ihren Preis.

+ + + Canon EF 70-200/2.8 L IS II USM (nur für Canon EF)
Das Canon EF 70-200/2.8 L IS II USM ist Canons Pendant zum oben genannten Nikon-Objektiv, dem es in Leistung, aber auch Preis sehr ähnlich ist. Das 70-200/2.8 L USM ist die Referenz für Canons EF-Anschluss.

Geeigente Standardzoom-Objektive

Neben Telezoom-Objektiven können in einigen Fällen auch Standardzoom-Objektive sinnvoll sein. Beispielsweise, wenn man nah ans Geschehen kann und entsprechend kurze Brennweiten benötigt. Der Vorteil der folgenden Objektive gegenüber den weiter unten aufgeführten Festbrennweiten besteht neben der Flexibilität vor allem im Autofokus. Mit dem AF eines Nikon AF-S 24-70/2.8G ED kann keine der kleinen Festbrennweiten mithalten.

Reitturnier im Raibacher Tal, 6. April 2014
Nikon D800, AF-S 24-70/2.8G IF-ED N – f/2.8, 400 ISO, 1/8000 Sekunde, 24 Millimeter

+ + + Nikon AF-S 24-70/2.8G IF-ED N (nur für Nikon F)
Seit August 2007 ist das AF-S 24-70/2.8G IF-ED N Nikons High-End-Modell bei den Standardzooms. Für Sportaufnahmen ist – neben der maximalen Offenblende von f/2.8 – vor allem der schnelle und zuverlässige Autofokus des Objektivs von großer Bedeutung.

+ + + Canon EF 24-70/2.8 II L USM (nur für Canon EF)
Das EF 24-70/2.8 II L USM ist Canons Gegenstück zu Nikons Standardzoom-Flagschiff. Wie auch bei den größeren Telezoom-Objektiven so ähnlich sich auch hier die Platzhirsche in Preis, Leistung, Ausstattung und Gewicht.

+ + Tamron SP AF 24-70/2.8 Di VC USD (für Nikon F, Canon EF, Sony/Minolta A)
Das SP AF 24-70/2.8 Di VC USD ist Tamrons Antwort auf Nikons AF-S 24-70/2.8G ED und Caons EF 24-70/2.8 II L USM. Deutlich günstiger als die Premiumprodukte der beiden Hersteller bringt Tamron erstmals eine Bildstabilisierung in einem Standardzoom für Vollformatkameras unter. Bildqualität und Autofokus des Tamron-Objektivs sind leicht schwächer als bei Nikon/Canon, auf der anderen Seite beträgt der Neupreis des SP AF 24-70/2.8 lediglich die Hälfte bzw. ein Drittel der beiden anderen Objektive.

+ + Nikon AF-S 28-70/2.8D IF-ED (nicht mehr neu erhältlich)
Bis es 2007 vom AF-S 24-70/2.8G abgelöst wurde, war das AF-S 28-70/2.8D Nikons Spitzenmodell bei den Standardzooms für das Vollformat. Heute ist das Objektiv nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu finden, wo es in der Regel knapp die Hälfte eines neuen AF-S 24-70/2.8G kostet (Stand: Oktober 2014).

+ + Canon EF 70-200/2.8 L USM (nicht mehr neu erhältlich)
Das Vorgängermodell zum oben genannten Objektiv ist deutlich günstiger zu bekommen und in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis die bessere Wahl.

+ + + Nikon AF-S DX 17-55/2.8G IF-ED (nur für Nikon F)
Die Buchstaben “DX” im Modellnamen zeigen es an: Das AF-S DX 17-55/2.8G IF-ED ist ein Objektiv für Nikons DX-Kameras, wie D3300, D5300 und D7100. Der Bildwinkel des Objektivs an DX entspricht etwa 25-82 Millmetern am Vollformat. Damit ist dieses Objektiv die kleine DX-Schwester des großen AF-S 24-70/2.8G ED für FX.

Best of Handball 3. Liga 2013/14
Nikon D800, AF-S 70-200/2.8G IF-ED VR – f/2.8, 3200 ISO, 1/2000 Sekunde, 70 Millimeter

Low Budget und Sport im Freien

Sind Sportarten, die überwiegend unter freiem Himmel und bei gutem Wetter stattfinden, das Ziel oder ist das Budget knapp bemessen, so bieten sich die oft als “Dunkelzoom” verschrieenen Teleobjektive mit 70-300 Millimeter Brennweite und Offenblenden von f/4.0-5.6 an. Ein typisches Einsatzgebiet beispielsweise für ein Nikon AF-S 70–300/4.5–5.6G IF-ED ist Fußball. Das Pendant von Canon ist das EF 70-300/4.0-5.6 IS USM. Eine Alternative beiden Objektiv ist das Tamron SP AF 70-300/4.0-5.6 Di VC USD, das sowohl für Nikons F-Mount als auch Canons EF-Bajonett sowie für Sony/Minolta erhältlich ist. Die Objektive bringen neben einem großen Brennweitenbereich einen ausreichend schnellen Autofokus mit. Die eingebaute Bildstabilisierung (erkennbar durch “VR”, “IS” und “VC” im Modellnamen) ist für Sportaufnahmen nicht notwendig, aber nützlich, falls mal etwas anderes schnelle Sportler das Motiv sind.
Neben diesen Objektiven existieren zahlreiche weitere 70-300-Telezooms, die zum Teil wesentlich günstiger sind, deren Qualität hinsichtlich Abbildungsleistung, Autofokus und Verarbeitung mit den drei genannten jedoch bei Weitem nicht mithalten können. Ein Nikon AF 70-300/4.0-5.6G (kein Autofokus an z. B. D3200!), Nikon AF-S DX VR 55–200/4.0–5.6G IF-ED, Tamron AF 70-300/4.0-5.6 Di LD und Canon EF 75-300/4.0-5.6 III sind gewissermaßen das untere Ende der Fahnenstange – die Stelle, an der die Stange im Boden steckt.

Low Budget und Sport in der Halle

Sobald es in die Halle geht, dämmrig wird oder unter Flutlich gespielt wird, ist mit Blendenwerten von bestenfalls f/4 bis f/5.6 und den eher eingeschränkten ISO-Möglichkeiten der Einstigerkameras nichts mehr zu machen. Das heißt Objektive mit größeren maximalen Blendenöffnungen sind notwendig. Die Anforderung an schnellen und zuverlässigen Autofokus bleibt unverändert. Das Problem, denn die gängigen lichtstarken Festbrennweiten glänzen durch vieles, nicht jedoch durch schnellen Autofokus – im Gegenteil, ihr AF ist im Vergleich zu den Zoomobjektiven meist eher behäbig.

Nicht nur des Autofokus wegen, auch aufgrund der meiner Meinung nach für Sportfotografie eher bescheidenen Brennweiten würde ich von Festbrennweiten mit 50 Millimetern abraten, obwohl diese, wie im Fall eines Nikon AF-S 50/1.8G oder Nikon AF 50/1.8D, sehr güngstig sind. Die Brennweite ist sowohl an DX (z. B. Nikon D3200, D5300) als auch an FX (D610, D750) meiner Meinung nach weder Fisch noch Fleisch und die kleine Schärfeebene bei f/1.8 gepaart mit den nicht gerade flinken Autofokus macht scharfe Sportaufnahmen schwierig. (Wer die geringe Schärfeebende durch Abblenden auf f/2.8 umgehen will, ist mit einem Telezoom deutlich besser bedient)

Wem die Brennweite zusagt und wem die Schärfeebene keine Probleme bereitet, dem stehen folgende Objektive zur Auswahl:

…wie gesagt, Ich würde keines für Sportaufnahmen verwenden. Die oben genannten 70-200-Objektive ergeben meiner Meinung nach wesentlich mehr Sinn – und sind zweifellos deutlich flexibler. Ein wenig interessanter sind Festbrennweiten mit 85 Millimeter. Beispielsweise das Nikon AF-S 85/1.8G oder Canon EF 85mm f/1.8 USM, wenngleich ich bei einer Neuanschaffung weiterhin eines der Zoomobjektive bevorzugen würde.

Spvgg Groß-Umstadt gegen SV Sickenhofen, 19. September 2014
Nikon D800, AF-S 70-200/2.8G IF-ED VR – f/2.8, 400 ISO, 1/640 Sekunde, 200 Millimeter

Diverse hochöffnende Makroobjektive

Auf dem Papier eigenen sich einige Makroobjektive wie das Nikon AF-S 105/2.8G IF-ED oder Tamron SP 90/2.8 Di VC USD wegen ihrer leichten Tele-Brennweite und Offenblende von f/2.8 für Sportfotos. In der Praxis ist das nicht der Fall. Makroobjektive eignen sich nicht für Sportaufnahmen – von Schneckenrennen abgesehen. Makroobjektive sind naturgemäß für Nahaufnahmen ausgelegt, das heißt beispielsweise lange Fokuswege und damit langsamer Autofokus sowie vergleichsweise schwache Abbildungsleistung bei Offenblende (die bei Markoaufnahmen irrelevant ist). Beide Eigenschaften machen Makroobjektive für Sportaufnahmen untauglich.

Kategorie(n): Ausrüstung

2 Kommentare… add one

  • raimund Turnwald August 25, 2015 am 11:22 am

    Ich nutze ( aus Budgetgründen) für Handballaufnahmen das Canon EF 85mm/1,8. Die Brennweite ist ideal für Aufnahmen vom seitlichen Tor zum Kreis. Natürlich fehlt die Flexibilität eines Zooms.

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  • Anonymous Dezember 21, 2016 am 9:53 pm

    Danke für ausführlichen Infos!!!

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